Alle Endgeräte, ein Cloud-Speicher
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 · Melina · 8 Min. Lesezeit

Cloud-Speicher im Vergleich 2026: Welcher Anbieter passt zu Ihnen?

Preise, Datenschutz und Serverstandort — die wichtigsten Cloud-Dienste auf einen Blick.

Fotos, Verträge, Rechnungen — digitale Dokumente häufen sich schnell an. Wer sie sicher aufbewahren und von überall abrufen möchte, kommt an einem Cloud-Speicher kaum vorbei. Doch welcher Anbieter passt zu Ihnen?

Wir erklären, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, und vergleichen die gängigsten Cloud-Dienste nach Preis, Datenschutz und Serverstandort.

Inhaltsverzeichnis
  1. Das Prinzip der Online Cloud-Speicher
  2. Was ist bei der Online Cloud zu beachten?
  3. Die passende Cloudlösung
  4. Wie sicher ist die Cloud?
  5. Der Standort von Server und Anbieter
  6. Datenschutz bei Übertragung und Aufbewahrung
  7. Verschlüsselung durch unabhängige Anbieter
  8. Die bekanntesten Cloud-Anbieter im Vergleich
  9. Kostenloser Cloudspeicher
  10. Cloud-Dienste im Detail
  11. Docutain und die Cloud

Das Prinzip der Online Cloud-Speicher

Cloud-Anbieter stellen auf ihren Servern Speicherplatz zur Verfügung, der je nach Umfang kostenlos oder gegen ein monatliches bzw. jährliches Entgelt gemietet werden kann. Dieser zentrale Speicherort ist über eine Internetverbindung von jedem autorisierten Gerät erreichbar.

Durch die geräteübergreifende Datensynchronisation ist es möglich, mit Smartphone, Tablet und PC auf dieselben Dateien zuzugreifen — immer in der aktuellen Version. Das funktioniert meist über eine App oder eine Client-Software, die den Cloud-Speicher als lokalen Ordner einbindet. Wird beispielsweise ein Dokument mit Docutain auf dem Smartphone gescannt und direkt in die Cloud hochgeladen, steht es sofort auch auf dem PC zur Verfügung.

Was ist bei der Online Cloud zu beachten?

Clouds bieten als Online-Speicher einige Vor- aber auch Nachteile gegenüber physischen Speichermedien wie USB-Sticks oder externen Festplatten:

Vorteile
  • Schutz vor Datenverlust — die Daten bleiben vor Beschädigung, Defekten oder Verlust eines Gerätes unberührt.
  • Schnell eingerichtet — zusätzliche Hardware wird nicht benötigt, ein Benutzerkonto lässt sich jederzeit schnell einrichten.
  • Hohe Flexibilität — Daten sind auch unterwegs abrufbar und werden auf allen verbundenen Geräten aktuell gehalten.
  • Kostenloser Einstieg — viele Dienste bieten mehrere Gigabyte (GB) an Cloud-Speicher kostenlos an.
Nachteile
  • Ungewissheit beim Datenschutz — die Daten sind auf fremden Servern gespeichert, deren Hoheitsgewalt sich dem Nutzer entzieht.
  • Erweiterungen als Abo-Modell — für mehr Speicherplatz ist in der Regel ein Monats- oder Jahresabo notwendig.
  • Verlockendes Angriffsziel — das Risiko eines Hackerangriffs kann nicht ausgeschlossen werden. Verbundene Geräte und Zugänge regelmäßig prüfen.
  • Kein Internet = kein Zugriff — eine Internetverbindung ist für Abrufen, Bearbeiten und Sichern der Dokumente Voraussetzung.

Die passende Cloudlösung

Wer die Vorteile eines Cloud-Dienstes überwiegen sieht, sollte sich vor der Wahl des Anbieters ein paar Fragen stellen:

  • Wie viel Speicherplatz benötige ich — jetzt und in Zukunft?
  • Was bin ich bereit dafür zu zahlen?
  • Sollen meine Daten verschlüsselt werden?
  • Lege ich Wert auf einen Serverstandort in Deutschland oder Europa?
  • Möchte ich die Cloud mit mehreren Personen oder Geräten teilen?
  • Nutze ich bereits ein Ökosystem — Apple, Google oder Microsoft — das einen Dienst nahelegt?

Wie sicher ist die Cloud?

Der Standort von Server und Anbieter

Cloud-Anbieter mit weltweiten Rechenzentren, wie Google, Apple oder Dropbox, bieten Privatnutzern meist keine Wahl des Serverstandorts. Unternehmen können den Standort häufig gegen Aufpreis festlegen.

Ein häufiges Argument gegen Cloud-Provider außerhalb Deutschlands und Europas ist die rechtlich nicht verpflichtende Anwendung der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Sie erfordert unter anderem die aktive Zustimmung des Nutzers zur Verarbeitung seiner Daten. Unternehmen müssen das Wie und Warum der Datenverarbeitung genau dokumentieren, ansonsten drohen hohe Bußgelder.

Befindet sich der Cloud-Dienstleister in einem sogenannten Drittstaat, können abweichende Gesetzgebungen eine Rolle spielen. Der US-amerikanische Cloud Act ermöglicht US-Strafverfolgungsbehörden die Anforderung von Daten, auch auf ausländischen Servern, wenn der Hauptsitz des Anbieters in den USA liegt — wie bei Google, Apple, Microsoft oder Dropbox. Das Gesetz gilt jedoch nur für die Bekämpfung schwerer Verbrechen und setzt eine richterliche Anordnung voraus.

Darüber hinaus hat der EuGH mit dem Schrems II-Urteil (Juli 2020) die Gleichwertigkeit des US-amerikanischen Datenschutzniveaus mit europäischen Standards in Frage gestellt. Mit dem EU-U.S. Data Privacy Framework (2023) gibt es zwar einen neuen Rechtsrahmen für Datentransfers, doch dessen langfristige Stabilität ist noch nicht abschließend bewertet.

Fazit

Wer sensible Dokumente in der Cloud ablegt und auf maximale Datensouveränität Wert legt, sollte einen Anbieter mit Serverstandort in Deutschland bevorzugen. Für private Nutzung mit alltäglichen Dokumenten ist das Risiko überschaubar — zumal es technische Lösungen gibt, die unabhängig vom Anbieter für Verschlüsselung sorgen (siehe weiter unten).

Die Serverstandorte der gängigsten Cloud-Provider:

Cloud-AnbieterServerstandort
BoxUSA (Business: Auswahl u.a. Deutschland möglich)
DropboxUSA (Business: u.a. Deutschland wählbar)
GMX CloudDeutschland
Google Drive & Google OneWeltweit (Google Workspace: Standort wählbar)
iCloud Drive (Apple)Weltweit (in Deutschland: AWS Frankfurt und Google Cloud)
MagentaCLOUDDeutschland
Microsoft OneDriveWeltweit (Microsoft 365: Standort Deutschland wählbar)
STRATO HiDriveDeutschland
Web.deDeutschland

Datenschutz bei Übertragung und Aufbewahrung

Wer seine Daten einem Cloud-Dienst anvertraut, möchte sie sicher aufbewahrt und vor unerlaubten Zugriffen geschützt wissen.

Tipp

Lesen Sie die Datenschutzerklärung des Anbieters — besonders den Abschnitt zur Datenweitergabe. Achten Sie auf: Zwei-Faktor-Authentifizierung, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und die Möglichkeit, Ihr Konto vollständig zu löschen.

Grundsätzlich bieten seriöse Cloud-Betreiber Zwei-Faktor-Authentifizierung und Verschlüsselung an.

Wichtig ist die Unterscheidung: Verschlüsselt der Anbieter nur die gespeicherten Daten, oder greift die Verschlüsselung auch während der Übertragung? Echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung — bei der nur Sie den Schlüssel halten — bieten die wenigsten großen Anbieter standardmäßig an. In solchen Fällen lohnt sich eine unabhängige Verschlüsselungslösung.

Verschlüsselung durch unabhängige Anbieter

Wem die Verschlüsselung eines Cloud-Dienstes nicht ausreicht, sollte sich Lösungen mit Verschlüsselung von unabhängigen Softwareanbietern ansehen.

In Docutain können gescannte und importierte Dokumente beim Speichern automatisch verschlüsselt werden — die Funktion ist bereits in der kostenlosen Version enthalten. Ihre Dateien bleiben zu jeder Zeit verschlüsselt, sowohl während der Übertragung als auch in der Cloud. Da Docutain eine rein gerätebezogene Anwendung ohne eigene Cloud ist, behalten Sie die volle Kontrolle: Sie wählen selbst, welchem Anbieter Sie vertrauen.

Die bekanntesten Cloud-Anbieter im Vergleich

Der folgende Vergleich gibt einen Überblick über die gängigsten Cloud-Anbieter. Preise und Konditionen ändern sich regelmäßig — bitte prüfen Sie aktuelle Angebote direkt beim jeweiligen Anbieter. Alle aufgeführten Cloud-Dienste sind mit Docutain kompatibel.

Kostenloser Cloudspeicher im Vergleich

Wer wenig Speicherplatz benötigt oder einen Dienst zunächst testen möchte, findet bei mehreren Anbietern kostenlose Basispakete.

Cloud-AnbieterGratis-Speicherplatz
Google Drive15 GB (geteilt mit Gmail und Google Fotos)
Box10 GB
iCloud Drive (Apple)5 GB
Microsoft OneDrive5 GB
MagentaCLOUD3 GB (15 GB für Telekom-Kunden)
Dropbox2 GB
GMX Cloud2 GB
Web.de2 GB

Cloud-Dienste im Detail

Weitere Informationen zu kostenpflichtigen Erweiterungen, Verschlüsselung und Serverstandort — in alphabetischer Reihenfolge. Hinweis: Alle Preisangaben sind Richtwerte. Aktuelle Konditionen bitte beim Anbieter prüfen.

Box

  • Kostenloser Cloud-Speicher: 10 GB
  • Kostenpflichtig (Einzelnutzer): Personal Pro 100 GB – ca. 10,00 €/Monat
  • Verschlüsselung: 256-Bit AES
  • Serverstandort: USA (Business: u.a. Deutschland wählbar)
  • Besonderheiten: stärker auf Business-Kunden ausgerichtet; Einzelnutzer-Angebote eingeschränkt

Dropbox

  • Kostenloser Cloud-Speicher: 2 GB
  • Kostenpflichtig: Plus 2 TB – ca. 11,99 €/Monat (Jahresabo ca. 9,99 €/Monat); Essentials 3 TB – ca. 19,99 €/Monat
  • Verschlüsselung: 256-Bit AES
  • Serverstandort: USA (Business: u.a. Deutschland wählbar)

GMX Cloud

  • Kostenloser Cloud-Speicher: 2 GB
  • Kostenpflichtig: 50 GB – ca. 1,00 €/Monat; 100 GB – ca. 2,00 €/Monat; 200 GB – ca. 3,00 €/Monat
  • Verschlüsselung: 256-Bit AES
  • Serverstandort: Deutschland

Google Drive (kostenlos) / Google One (kostenpflichtig)

  • Kostenloser Cloud-Speicher: 15 GB (geteilt mit Gmail und Google Fotos)
  • Kostenpflichtig (Google One): 100 GB – ca. 2,99 €/Monat; 200 GB – ca. 3,99 €/Monat; 2 TB – ca. 9,99 €/Monat
  • Verschlüsselung: 256-Bit AES
  • Serverstandort: Weltweit (Google Workspace: Standort Europa wählbar)
  • Besonderheiten: ab 100 GB können bis zu 5 Familienmitglieder den Speicher teilen

iCloud Drive (Apple)

  • Kostenloser Cloud-Speicher: 5 GB
  • Kostenpflichtig (iCloud+): 50 GB – 0,99 €/Monat; 200 GB – 2,99 €/Monat; 2 TB – 9,99 €/Monat; 6 TB – 29,99 €/Monat; 12 TB – 59,99 €/Monat (200 GB und größer teilbar mit bis zu 5 Personen)
  • Verschlüsselung: 256-Bit AES; Ende-zu-Ende-Verschlüsselung optional aktivierbar (Erweiterter Datenschutz)
  • Serverstandort: Weltweit (in Deutschland: AWS Frankfurt und Google Cloud)
  • Besonderheiten: nahtlose Integration in Apple-Geräte (iPhone, iPad, Mac); für reine Android- oder Windows-Nutzer weniger geeignet

MagentaCLOUD

  • Kostenloser Cloud-Speicher: 3 GB (15 GB für Telekom-Kunden)
  • Kostenpflichtig: 100 GB – ca. 1,95 €/Monat; 500 GB – ca. 4,95 €/Monat; 1 TB – ca. 9,95 €/Monat
  • Verschlüsselung: 256-Bit AES
  • Serverstandort: Deutschland

Microsoft OneDrive

  • Kostenloser Cloud-Speicher: 5 GB
  • Kostenpflichtig: 100 GB – ca. 2,00 €/Monat; Microsoft 365 Single (1 TB + Office-Apps) – ca. 7,00 €/Monat; Microsoft 365 Family (1 TB/Person, bis zu 6 Personen + Office-Apps) – ca. 10,00 €/Monat
  • Verschlüsselung: 256-Bit AES
  • Serverstandort: Weltweit (Microsoft 365: Datenspeicherung in Deutschland wählbar)
  • Besonderheiten: besonders attraktiv für Microsoft 365-Nutzer, da Speicher und Office-Apps im Bundle erhältlich sind

STRATO HiDrive

  • Kostenloser Cloud-Speicher: keinen (kostenloser Probemonat verfügbar)
  • Kostenpflichtig (Jahresabo): 500 GB – ca. 4,00 €/Monat; 1 TB – ca. 6,00 €/Monat; 2 TB – ca. 10,00 €/Monat
  • Verschlüsselung: 256-Bit AES; Ende-zu-Ende-Verschlüsselung optional gegen Aufpreis
  • Serverstandort: Deutschland
  • Besonderheiten: solide Wahl für Nutzer, denen DSGVO-Konformität und Serverstandort Deutschland besonders wichtig sind

Web.de

  • Kostenloser Cloud-Speicher: 2 GB
  • Kostenpflichtig: 50 GB – ca. 1,00 €/Monat; 100 GB – ca. 2,00 €/Monat; 200 GB – ca. 3,00 €/Monat
  • Verschlüsselung: 256-Bit AES
  • Serverstandort: Deutschland

Docutain und die Cloud: Dokumente sicher ablegen

Docutain ist keine eigene Cloud, sondern eine Scanner App, die sich mit Ihrem bevorzugten Cloud-Dienst verbindet. Sie scannen ein Dokument, und es landet automatisch an dem Ort, den Sie festgelegt haben — ob Google Drive, OneDrive, iCloud, Dropbox oder ein anderer Anbieter. Zusätzlich können Sie die geräteseitige Verschlüsselung aktivieren: Dokumente werden bereits auf dem Smartphone verschlüsselt, bevor sie in die Cloud übertragen werden — der Schlüssel liegt ausschließlich bei Ihnen. Zur Anleitung: Docutain mit Ihrer Cloud verbinden.

Fazit

Online Cloud-Speicher bieten praktische Vorteile: geräteunabhängiger Zugriff, automatische Sicherung und einfache Einrichtung. Welcher Anbieter am besten passt, hängt von persönlichen Prioritäten ab: Wer Apple-Geräte nutzt, ist mit iCloud gut bedient. Wer Office-Apps ohnehin nutzt, fährt mit OneDrive wirtschaftlich. Wer maximalen Datenschutz möchte, wählt einen deutschen Anbieter wie STRATO HiDrive oder MagentaCLOUD.

Unabhängig vom Anbieter gilt: Wer sensible Dokumente in der Cloud ablegt, sollte auf eine zusätzliche Verschlüsselung setzen — zum Beispiel direkt in der Docutain App.